go-eCharger HOMEfix im Test

von Jonah Sandmann | Aktualisiert am

Ich will Dir in diesem Artikel den go-e Charger HOMEfix vorstellen, quasi den großen Bruder der mobilen Ladestation go-e Home+.

Im Gegensatz zum go-e Home+ ist der HOMEfix, wie der Name schon verrät, für eine feste Installation gedacht – und daher für den 900 Euro Zuschuss der KfW qualifiziert.

Das macht die ohnehin schon sehr preiswerte Ladestation für Privatleute zu einer echten Schnäppchen Wallbox. In diesem Test soll es darum gehen, was die kompakte Wallbox auf dem Kasten hat.

Leider habe ich festgestellt, dass die günstige Wallbox unter Umständen an ihre Grenzen stößt – dennoch kann ich diese Ladestation für viele Haushalte nur empfehlen.

Am Ende dieses Tests wirst Du genau wissen, ob der HOMEfix Deinen Ansprüchen genügt – oder eben nicht.

go-eCharger HOMEfix im Überblick

Bild: © go-e

Design

Was sofort auffällt ist die Größe der HOMEfix Wallbox, denn hier handelt es sich in der Tat um eine ausgesprochen kompakte Ladestation.

Optisch gibt es an der Wallbox tatsächlich recht wenig zu entdecken. Zentral ist die Typ 2 Steckdose, in die Du dann Dein Ladekabel steckst – dieses ist nicht im Lieferumfang enthalten. 

Es gibt nur die oben abgebildete Version und keine Varianten mit einem fest installierten Ladekabel. Eine Kabelhalterung gibt es ebenfalls nicht.

Ein LED Ring rund um den Stecker signalisiert die eingestellte Ladeleistung. So steht ein Halbkreis für 11kW, leuchtet der ganze Kreis, dann sind es die vollen 22 kW – vorausgesetzt Du entscheidest Dich für die entsprechende Variante mit 22 kW.

Mit einem Knopfdruck auf den blauen Druckknopf kannst Du die maximale Ladeleistung manuell anpassen – die Bedienung ist wirklich kinderleicht.

Es ist zwar für zusätzliche Funktionen eine App verfügbar, die Einrichtung & Bedienung der HOMEfix Wallbox kannst Du alternativ jedoch völlig ohne Smartphone durchführen.

Für die Montage an der Wand sind im Lieferumfang bereits robuste Edelstahlschrauben enthalten, sowie eine passende Montageplatte aus Plastik für die leichte Wallbox.

Zu guter Letzt ist das Gehäuse der HOMEfix Ladestation nach der Schutzklasse IP54 gegen Spritzwasser geschützt und demnach für den Innen- & Außenbereich gleichermaßen gut geeignet.

Funktionen

Was die Funktionen angeht, befindet sich der go-eCharger HOMEfix im Mittelfeld. Ja, diese Wallbox hat einige smarte Funktionen – aber diese sind für einige Anwendungen nicht umfangreich genug.

Doch kommen wir zunächst einmal auf die Dinge zu sprechen, der HOMEfix gut meistert. Dank einer RFID Zugangsbeschränkung haben keine unbefugten Personen Zugriff auf Deine Ladestation.

Im Lieferumfang befindet sich bereits eine Master-RFID Karte, mit der Du die Wallbox zurücksetzten kannst. Außerdem wird ein RFID Schlüsselanhänger mitgeliefert. Insgesamt kannst Du bis zu 10 unterschiedliche RFID Zugänge erstellen – für private Zwecke oder kleine Unternehmen ist das mehr als ausreichend.

Für die smarten Funktionen kommuniziert die go-eCharger HOMEfix Ladestation über WLAN. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten:

Du kannst die Wallbox mit Deinem Heimnetz verbinden und dann per App immer und überall steuern. Oder Du verbindest Dich mit dem lokalen Hotspot der go-e Ladestation. Dann kannst Du die Ladestation nur steuern, wenn Du Dich in der Nähe befindest.

Leider gibt es keine weiteren Schnittstellen, weder per LAN, noch per USB. Ich empfehle Dir daher die Wallbox nur zu verwenden, wenn Du am Installationsort WLAN Empfang herstellen kannst – ansonsten kannst Du viele smarte Funktionen nicht nutzen.

Die App ist selbstverständlich sowohl für Android, als auch für iOS geeignet. Hier die wichtigsten Features im Überblick:

  • Einstellung & Überwachung der Ladeleistung
  • Start / Stopp Funktion
  • Ladetimer
  • Einsicht des internen Stromzählers
  • Archiv der Ladevorgänge
 

Leider ist der integrierte Energiezähler weder eichrechtskonform, noch MID zertifiziert. Daher kannst Du in Deutschland zum Beispiel Deinen Dienstwagen nicht mit dieser Wallbox abrechnen. Im Prinzip kannst Du Dir mit diesem Energiezähler lediglich einen groben Überblick über Deinen Stromverbrauch verschaffen.

Dafür kann der HOMEfix seine Ladeleistung durch ein statisches Lastmanagement anpassen – es ist keine weitere Hardware nötig. Lastmanagement ist besonders dann wichtig, wenn Du mehrere Ladestationen gleichzeitig betreiben möchtest.

Sogar PV-Überschussladen ist dank einer API Schnittstelle möglich, allerdings muss diese programmiert werden und es ist zusätzlich ein Smart Home Manager erforderlich.

Fazit

Bei der go-eCharger HOMEfix Ladestation handelt es sich insgesamt um eine ausgesprochen günstige & kompakte Ladestation.

Verglichen mit anderen Wallbox Modellen in dieser Preisklasse ist die HOMEfix Ladestation mit vielen Funktionen ausgestattet.

Besonders überraschend ist dabei die Möglichkeit, mit der Wallbox PV-Überschussladen zu betreiben. Die App ist ebenfalls gut gelungen.

Einzig der Stromzähler enttäuscht, da dieser ohne MID-Zertifizierung nicht zum Abrechnen eines Dienstwagens geeignet ist.

Ansonsten ist die 11 kW Wallbox für Privathaushalte empfehlenswert, dank der KfW Förderung bekommst Du die Ladestation quasi umsonst & musst lediglich die Installationskosten zahlen.

Vorteile

Nachteile

Häufige Fragen zum go-eCharger HOMEfix

Ja. Dank einer API Schnittstelle kann diese LAdestation in Verbindung mit einem Smart Home Manager PV-Überschussladen.

Ja. Der go-eCharger HOMEfix ist für den 900 Euro Zuschuss der KfW qualifiziert.

Nein. Der integrierte Energiezähler der HOMEfix Ladestation ist leider weder eichrechtskonform, noch MID zertifiziert.

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